Phantom – 2008 schon Hinweise auf kontaminierte Spurentupfer

Wie das Nachrichtenmagazin „Stern“ in seiner Onlineausgabe berichtet, wurde das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg im Fall des sogenannten „Phantoms von Heilbronn“ schon im Sommer letzten Jahres darauf hingewiesen, dass die gefundenen DNA-Spuren wahrscheinlich von kontaminierten Spurentupfern kommen könnten und nicht wie angenommen von der Polizistenmörderin.

Seitdem die Ermittlungspanne Ende März 2009 bekannt geworden ist, hatte sowohl Innenminister Heribert Rech als auch die LKA-Spitze wiederholt behauptet, dass es erstmals am 18. März 2009 greifbare Hinweise auf eine Kontamination der Spurentupfer gegeben habe. Diese Aussage hatte Rech jüngst auf einer Anfrage der Landtags-Grünen nochmals bestätigt.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins habe eine interne LKA-Inspektion die Polizei bereits im Sommer 2008 auf eine mögliche Kontamination hingewiesen. Dabei verwies die Inspektion auf einen Medienbericht in den USA. Dort war es zu ähnlichen Ermittlungspannen gekommen. Wie nun „Stern“ aus Ermittlerkreisen erfuhr, wurde die LKA-Inspektion bei den Hinweisen von der Führung des LKA-Instituts „abgebügelt“.

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