Ex-RAF-Terroristin Becker erhielt Geld vom Verfassungsschutz

Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ in seiner am kommenden Montag (07.09.2009) erscheinenden Ausgabe berichtet, soll die Ex-RAF-Terroristin Verena Becker für Gespräche mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) angeblich bis zu 5.000 Mark erhalten haben.

Demnach sollen vertrauliche Treffen zwischen der ehemaligen Terroristin und dem BfV in einer „konspirativen Wohnung“ des Verfassungsschutzes im Jahr 1982 stattgefunden haben. Weiterhin soll ein Beamter des Verfassungsschutzes zu mehreren Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF) im Kontakt gestanden haben, um die Organisation zum Aufgeben zu bewegen.

Stefan Wisniewski, der durch Becker belastet wurde, angeblich einer der Attentäter auf Buback gewesen zu sein, ist laut seiner Anwältin nun durch einen Gen-Test entlastet worden. So soll der Abgleich der DNA von dem unbekannten Täter und Wisniewski offenbar negativ sein.

Zwischen Herbst 1981 und Ende 1983 soll Becker Einzelheiten über den Buback-Anschlag, sowie der RAF preisgegeben haben, berichtet vorab das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. So sollen nach Spiegel-Informationen die Ermittlungsbehörden damit rechnen, dass sich die Ex-RAF-Terroristin im kommenden Jahr wegen der Beteiligung am Buback-Mord vor Gericht verantworten muss.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *