Winnenden: Amokläufer hatte schon lange Tötungsphantasien

Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin „Stern“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, hatte der Amokläufer von Winnenden, Tim K., schon vor der Tat Tötungsphantasien. Dabei beruft sich das Nachrichtenmagazin auf ein psychiatrisches Gutachten, welches der Staatsanwaltschaft Stuttgart vorliegen soll.

So erklärte Tim K. gegenüber seiner damaligen Therapeutin, dass er den Drang hat „Menschen zu töten“ und sich darüber immer wieder das Gehirn zermartert habe. Laut Gutachten erklärte er, dass die ganze Welt schlecht sei und er „Menschen erschießen“ wolle.

Laut Nachrichtenmagazin spielt in dem Gutachten die sadomasochistische Phantasien von Tim K. eine wichtige Rolle. So habe die Polizei auf seinem Rechner Bilder von gefesselter Männer gefunden. Wie erklärt wurde, habe Tim K. darunter gelitten, jedoch die Phantasien seinen Therapeuten nicht erzählt.

Wie das Online-Magazin weiter berichtet, wurde offenbar in dem Tresor von K. ein Abschiedsbrief gefunden. „Die Wahrheit ist, diejenigen haben es schon von Geburt an in sich, es kommt jedoch nur raus, wenn das Gemacht hinzukommt„, schreibt K. wirr in dem Brief. Unklar ist, ob er damit auf seine Tötungsphantasien oder die sexuellen Phantasien anspielt.

Am 11. März 2009 lief Tim K. an seiner ehemaligen Schule in Winnenden Amok. In der Schule selber und auf seiner anschließenden Flucht nach Wendlingen tötete er insgesamt 15 Menschen, ehe er sich dann selbst das Leben nahm. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen seinen Vater, da dieser die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt hatte.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *