Sierra Leone: Mindestens 200 Vermisste nach Bootsunglück

In dem westafrikanischen Staat Sierra Leone werden nach einem Bootsunglück weiterhin noch mindestens 200 Menschen vermisst. Das Schiff hatte nach offiziellen Angaben insgesamt 241 Passagiere an Bord. Vize-Verkehrsminister Osmond Hanciles erklärte aber, dass es möglicherweise auch über 300 Menschen gewesen sein könnten.

37 Passagiere konnten bisher gerettet werden, zehn Menschen sind jedoch tot geborgen worden. Wie Augenzeugen berichten, sollen auf dem Schiff viele Eltern mit Kindern gewesen sein. Überlebende des Unglücks und Angehörige der Vermissten haben den zögerlichen Beginn der Rettungsaktion kritisiert. So soll die Suche erst angelaufen sein, als ein Überlebender es nach acht Stunden geschafft hatte ans Land zu schwimmen und per Handy von dem Unglück berichtet.

Bei einem Unwetter war das Schiff am gestrigen Mittwoch (09.09.2009) rund 80 Kilometer östlich der Hauptstadt Freetown auf dem Fluss Shebro gekentert.
(dts/Bild: Google Maps)

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