Bundestagswahl: Opposition kritisiert TV-Duell

Politiker der Opposition üben nach dem am gestrigen Sonntag (13.09.2009) stattgefundenen TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier massiv Kritik.

So sagte unter anderem FDP-Generalsekretär Dirk Niebel nach dem Duell, dass der „Verlierer“ Deutschland sei. Seiner Meinung nach sei die ganze Veranstaltung auf „weiter so“ ausgerichtet gewesen. Als unzeitgemäß bezeichnete Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin die Fernsehdebatte und begründete dies damit, dass sie aus einer Zeit stamme, „wo man geglaubt hat, dass es zwei große Parteien gibt.“ Und für den Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, war das TV-Duell eine „Kuschelveranstaltung„.

Anders dagegen CDU und SPD, die sich mit dem TV-Duell zufrieden gaben. Beide Parteien ernannten sich jeweils zum Sieger. Von einem „Durchbruch im Wahlkampf“ sprach SPD-Chef Franz Müntefering. Nach seiner Ansicht habe sich bei noch keinem anderen Duell ein Kandidat so eindeutig duchsetzen können wie Steinmeier. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sah dies natürlich anders, denn seiner Meinung nach habe Merkel „noch einmal eindrucksvoll gezeigt, dass sie bereit ist, vier weitere Jahre Verantwortung für Deutschland zu übernehmen.“

Die großen Verlierer des TV-Duell waren hingegen die TV-Sender, die enttäuschende Einschaltquoten einfuhren.

Foto/Screenshot: © RTL

Frank

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