Milchbauern verschütten Milch vor Ministerkonferenz

Deutsche Landwirte haben am Freitag (18.09.2009) im Rahmen ihrer Proteste gegen die zu niedrigen Milchpreise in Eisleben vor dem Klostergelände Helfta mehrere tausend Liter Milch verschüttet.

In dem Kloster endete am Freitag ein Treffen der Agrarminister von Deutschland. Bei dem zweitägigen Treffen ging es unter anderem um eine Einigung zwischen Bund und EU auf stabile Milchpreise. Dabei wurden allerdings keine greifbaren Beschlüsse gefasst, bedauerten die Minister.

Es wurden bereits im Vorfeld EU-Pläne ausgearbeitet, die vorsahen, dass es eine kurzfristige Anhebung der Beihilfen von 7.500 auf 15.000 Euro ermöglichten. Doch fehlt den Plänen noch die Zustimmung der Agrarminister der EU. Derweil herrscht in den Reihen der Landwirte Skepsis über dieses Vorhaben. Weiterhin fordern sie den derzeitigen Preis von 20 Cent pro Liter auf 40 Cent anzuheben. Da man mit dem derzeitigen Preis nicht kostendeckend produziert könne, werden Betriebe in den Ruin getrieben, wurde erklärt.

Die Landwirte hatten, um ihrem Ärger Ausdruck zu verschaffen, rund 14.000 Liter Milch vor dem Eingang zum Tagungsort verschüttet und zudem die Einfahrt mit Fahrzeugen und Traktoren versperrt.

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