München: Doch keine Gaffer bei tödlichem S-Bahn-Überfall

Offenbar gibt es doch keine Hinweise auf unterlassene Hilfeleistung bei der brutalen Tötung von Dominik Brunner am Münchner S-Bahnhof Solln am vergangenen Samstag (12.09.2009). Wie das Nachrichtenmagazin der „Spiegel“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe schreibt, bestätigte die Staatsanwaltschaft München I, dass nahezu alle Personen, die sich zu dem Zeitpunkt des Überfalls auf dem Bahnsteig befanden, in irgendeiner Art und Weise reagiert hätten.

Wie weiter berichtet wird, sind bei der Polizei innerhalb von Sekunden mehrere Notrufe eingegangen. Vom gegenüberliegenden Bahnsteig ist ein junger Mann auf die Gleise gesprungen, musste jedoch wieder zurück, da zur gleichen Zeit eine S-Bahn einfuhr. Ein Münchner Gymnasiast, eine Arzthelferin und ein älterer Herr leisteten dem Opfer Erste Hilfe. Andere Zeugen haben die beiden Täter Sebastian L. und Markus S. immer wieder aufgefordert, von Brunner abzulassen. Die Ermittler hatten bis Donnerstag von 20 Zeugen 17 bereits vernommen. Ihre Aussagen über den Tathergang stimmen weitgehend überein.

Am letzten Samstagnachmittag war der 50-jährige Brunner in Solln von den beiden Tätern niedergeschlagen und brutal misshandelt worden. Zuvor wollte er vier Teenager beschützten, die von Sebastian L. und Markus S. bedroht worden waren. Wenig später starb Brunner an seinen schweren Verletzungen.

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