Ansbach: Amokläufer wollte möglichst viele Menschen töten

Wie die „Augsburger Allgemeine“ unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, soll der 18 Jahre alte Amokläufer von Ansbach, Georg R., seine Tat schon monatelang „minuziös geplant und exakt in die Tat umgesetzt“ haben.

Dem Bericht zufolge wollte Georg R. offenbar so viele Menschen wie möglich töten und seine Schule niederbrennen. Dabei habe er angeblich auch damit gerechnet, von der Polizei getötet zu werden. Bei der Spurensicherung im Zimmer des Täters konnte die 25-köpfige Sonderkommission wohl erste Erkenntnisse über den geplanten Amoklauf gewinnen.

So fand die Polizei neben dem auf einem Kalenderblatt mit der Aufschrift „apocalypse today“ geschriebenen Testament auch aussagekräftige Dokumente auf einem Notebook. Demnach habe R. bereits Mitte April dieses Jahres über einen Amoklauf nachgedacht. Mitte Mai schmiedete er offenbar erste konkrete Pläne. So sah sein Plan offenbar vor, die Schüler durch Feuer aus ihre Klassenzimmern zu treiben, wo er sie dann mit einer Axt angreifen wollte.

Dabei soll es der Täter nicht auf bestimmte Personen abgesehen haben. Vielmehr waren andere Amokläufe an Schulen in den USA und Deutschland sein Vorbild. Dabei stach besonders das Schul-Massacker von Erfurt heraus.

Am gestrigen Sonntagabend (20.09.2009) nahmen etwa 900 Menschen an einem ökumenischen Gottesdienst teil. Dabei las der Dekan Hans Stiegler eine Nachricht der Familie des Täters vor, in der es mit Verweis auf die Vergebung durch Jesus Christus hieß, die Welt sei gekennzeichnet von „Schuld und Sünde“. Unterdessen soll der Unterricht am Carolinum am morgigen Dienstag wieder aufgenommen werden.

Frank

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