Radevormwald: Ursache des Busunglücks weiter unklar

Auch einen Tag nach dem schweren Busunglück in Radevormwald bei Wuppertal ist die Ursache des Unfalls weiterhin unklar.

Am heutigen Mittwoch (23.09.2009) soll im Zuge der Ermittlungen die Leiche des Fahrers obduziert werden. Die Obduktion soll Aufschluss darüber geben, ob möglicherweise gesundheitliche Probleme der Auslöser für das Unglück mit fünf Toten waren. Außerdem untersuchen derzeit Sachverständige, die von der Staatsanwaltschaft beauftragt wurden, das Wrack des Busses. Die Staatsanwaltschaft erhofft sich durch die Untersuchungen, dass die Vermutungen, wonach entweder ein Bremsversagen oder der Fahrer ohnmächtig geworden war, belegt oder entkräftet werden.

Die Ermittlungen haben bisher ergeben, dass der Linienbus rund 400 Meter vor der Unfallstelle standesgemäß an einer Haltestelle gestoppt war. Nach dem weiterfahren hatte der Bus auf der stark abschüssigen Straße zunehmend an Geschwindigkeit gewonnen. Am Ende der Straße war der Bus in einer Linkskurve durch die Leitplanke gebrochen und etwa 20 Meter eine steile Böschung hinuntergestürzt. Der Bus blieb dort auf der Seite und zum Teil im Wasser der Wupper liegen.

Ein technischer Defekt an dem Fahrzeug scheint unwahrscheinlich, da der Bus der Marke Setra Kässbohrer erst vor gut einem Jahr zugelassen worden war. Aber auch der 45-jährige Busfahrer galt als sehr zuverlässig. Er fuhr seit rund zehn Jahren für die Firma und das unfallfrei. „Das ist eine gefährliche Straße, vor allem in der Kurve hier und wenn es nass ist„, erklärte ein Anwohner. Der Bürgermeister von Radevormwald, Josef Korsten, sagte aber, das die Straße bei normalem Fahren „ungefährlich“ sei.

Am vergangenen Dienstag (22.09.2009) waren bei dem Busunglück neben dem Fahrer, zwei 38- und 80-jährige Frauen, sowie ein Ehepaar im Alter von 70 und 71 Jahren ums Leben gekommen. Sieben Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, eine Frau davon erlitt schwer Verletzungen. Die Feuerwehr war mit rund 120 Kräften im Einsatz, die Polizei mit 30 Beamten, sowie mehrere Rettungstaucher. Mit einem Kran konnte der Bus mittlerweile geborgen werden.

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