Hessen: Elch „Knutschi“ von der Polizei „verhaftet“

Der seit Wochen in Mitteldeutschland freilaufende und ursprünglich aus Polen stammenden Elch ist am vergangenen Montag-Abend (28.09.2009) an der Autobahn A7 bei Niestetal-Heiligenrode (Nähe Kassel) von der Polizei „verhaftet“ worden.

Wie die Polizei mitteilte, wurden sie gegen 12.25 Uhr von Verkehrsteilnehmern alarmiert, die den auf den Namen „Knutschi“ getauften Elch an der A7 nördlich der Anschlussstelle Kassel Nord gesichtet hatten. Die eingesetzten Beamten konnten das Tier, das von Polen über Thüringen nach Hessen und Südniedersachsen gewandert war, in einem Waldgebiet an der Landesgrenze zu Niedersachsen ausfindig machen.

Da die Gefahr gegeben war, dass das Tier auf die Autobahn läuft, entschied man sich nach Rücksprache mit dem Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Tier von einem Arzt betäuben zu lassen und es anschließend in einem weit entlegenen Waldgebiet wieder freizulassen.

Bevor jedoch der Schuss angesetzt werden konnte, gab es aus Vorsichtsmaßnahmen eine Vollsperrung der A 7, da man davon ausgehen musste, dass das Tier nach dem Schuss aus Panik in Richtung der Autobahn läuft und womöglich dort den Verkehr und sich selbst gefährdet. Gegen 18.35 Uhr erfolgte die Sperrung und gegen 19.00 Uhr gab der Tierarzt einen gezielten Schuss ab. Das Tier kam noch einige Meter weit, doch dann setzte das Narkosemittel ein.

„Knutschi“ wurde mit einem Viehtransporter in ein Waldgebiet verbracht und dort freigelassen. Die Vollsperrung der A7 konnte gegen 19.20 Uhr wieder aufgehoben werden. Wie die Polizei mitteilte, ist das Tier nach bisherigen Erkenntnissen wohlauf.

An der AS Lutterberg wurde der Verkehr abgeleitet

Fotos: Polizeipräsidium Nordhessen

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