Nach Erdrutsch – Nachterstedt nun Katastrophengebiet

Nach dem verheerenden Erdrutsch in Nachterstedt bei Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) am frühen Samstag morgen (wir berichteten), wurde das Gebiet nun weiträumig abgesperrt und zum regionalen Katastrophengebiet erklärt.

Weiterhin werden immer noch drei Menschen vermisst. Zwei Männer im Alter von 50 und 51 Jahren sowie eine Frau im Alter von 48 Jahren. 36 Stunden nach dem Unglück besteht kaum noch Hoffnungen diese lebend zu finden, zumal es den Rettern immer noch nicht möglich ist, nach den Verschütteten zu suchen. Die Gefahr weiterer Erdrutsche sei derzeit einfach zu groß, hieß es.

Abhilfe soll nun die Bundeswehr bringen, doch die weiß genauso wenig weiter, wie eine Privatfirma, die mit Roboter die Unglücksstelle untersuchen wollte. Wegen der schwierigen Geländeverhältnisse kann das Gerät derzeit aber nicht eingesetzt werden. Ein Einsatz von Suchhunden ist wegen des morastigen Bodens ebenfalls nicht möglich. Kein Ergebnis brachte der Einsatz von Wärmebildkameras.

Trotz der weiträumigen Absperrung des Geländes und der Erklärung zum Katastrophengebiet wagen sich immer wieder Schaulustige an die Abbruchkante und begeben sich damit in Lebensgefahr, erklärte eine Sprecherin. Die Ursache bleibt auch weiterhin ungeklärt. Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung leitete die Staatsanwaltschaft Magdeburg vorsorglich ein Ermittlungsverfahren ein.

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