Griechenland: Sozialisten gewinnen Parlamentswahl

In Griechenland haben die griechischen Sozialisten die Parlamentswahl am vergangenen Sonntag (04.10.2009) deutlich gewonnen.

Die Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK) kommt nach Auszählung von knapp 99 Prozent der Stimmen auf 43,94 Prozent. Damit hat die Partei von den insgesamt 300 Sitzen im Athener Parlament rund 160 Sitze inne und somit die absolute Mehrheit. Mit 33,48 Prozent ist die konservative Nea Dimokratia (ND) zweitstärkste Partei, jedoch ist dies seit der Parteigründung 1974 das schlechteste Ergebnis.

Es folgen dann die Kommunisten mit 7,54 Prozent, auf 5,63 Prozent kommt die nationalistisch-religiöse Völkische Orthodoxe Gesamtbewegung (LAOS). Den Sprung ins Parlament schaffte mit 4,59 Prozent das Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA). Mit 2,53 Prozent verpassten die Grünen den Einzug ins Parlament. Es gilt in Griechenland die Drei-Prozent-Hürde.

Man könne nun das Land in „eine neue Zukunft“ führen, sagte Wahlsieger Giorgos Papandreou. Noch am Abend räumte der scheidende Ministerpräsident Kostas Karamanlis die Niederlage ein und erklärte zudem seinen Rücktritt als Vorsitzender der Nea Dimokratia.

In ganz Griechenland feierten tausende Anhänger der PASOK den Wahlsieg. Vor einem Monat hatte Karamanlis Neuwahlen angesetzt. Grund waren schlechte Umfragewerte und Skandale, die ihn unter Druck setzten. Im Fokus des Wahlkampfes stand vor allem die hohe Staatsverschuldung, die bei rund 260 Milliarden Euro liegt und die Bewältigung der Wirtschaftskrise.

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