Nachterstedt: Suche nach Vermissten offiziell eingestellt

Zwei Tage nach dem verheerenden Erdrutsch am Tagebausee in Nachterstedt bei Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) ist ein weiterer Versuch zur Bergung der Vermissten abgebrochen worden. Die Bundeswehr konnte trotz schweren Geräts aufgrund der lebensgefährlichen Lage nicht helfen. Daraufhin ist die Suche nun nach den drei Hausbewohnern eingestellt worden.

Wir haben keinen Zugang zum Unglücksort und zum vermuteten Ort der Verschütteten. Es war nicht möglich, mit unserem Gerät heranzukommen„, erklärte Bundeswehr-Oberst Friedemann Wolf. So wurden in der Nähe der evakuierten Häuser weitere neue Risse im Boden entdeckt, die darauf schließen lassen, dass es zu weiteren Erdrutsche kommen kann. Die bestätigte auch Uwe Steinhuber, Sprecher des Bergbau-Unternehmens LMBV: „Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Abbrüchen kommt.“

Die Unglücksursache wirft weiter Rätsel auf. Steinhuber erklärte, dass alles was im Raum steht, rein „spekulativ“ sei. Klaus Freytag, Chef des Landesbergbauamtes in Brandenburg heizte die Spekulationen gar nicht erst an und sagte: „Wir müssen den Bericht und die Untersuchungsergebnisse der Kollegen abwarten.“

Am frühen Samstag morgen (wir berichteten) ist ein etwa sechs Fußballfelder große Areal in den See versunken und zog dabei ein Doppelhaus ganz und ein Mehrfamilienhaus zur Hälfte mit in die Tiefe. Es wird vermutet, dass drei Menschen im Alter von 48, 50 und 51 Jahren bei dem Unglück ums Leben kamen.

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