Musikbranche kritisiert Musik-Charts

Im Musik-Business macht sich zunehmend Kritik an der Erhebungsmethode der Musik-Charts breit. So sagte deutschlands Boss von Sony Music, Edgar Berger, in einem Gespräch mit dem Magazin „Spiegel“: „Die Charts kann keiner mehr verstehen. Ich fordere eine Entrümpelung und Neugestaltung. Sonst muss man sich die Sinnfrage stellen.“

Neben den Single-Charts gibt es auch die Jazz-Charts oder die Schlager-Longplay-Charts. Media Cotrol ermittelt im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie allwöchentlich die Umsätze, die mit den jeweiligem Verkauf von Tonträgern an vom Unternehmen ausgesuchten Verkaufsstellen eingefahren wurden.

Packt man ein T-Shirt dazu oder macht eine Sonderedition, erhöht das den Verkaufspreis und lässt die Platte im Ranking nach oben steigen. Es macht doch keinen Sinn, dass nicht die tatsächlich verkaufte Stückzahl interessiert, sondern der Preis entscheidend ist„, sagt Berger. Auch Ex-Universal-Boss Tim Renner kritisiert das Prinzip: „Charts sind heute völlig irrelevant. Die Musikindustrie rennt einem Mechanismus hinterher, der dem Markt nicht mehr entspricht.“

Frank

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