Internationale Pressestimmen zur Jackson-Trauerfeier

Am vergangenen Dienstag, den 07.07.2009 fand im Staples Center in Los Angeles die offizielle Trauerfeier für Michael Jackson statt. Während für viele war die Veranstaltung, die mit Sicherheit Rekorde gebrochen hat, ein „Makaberer Zirkus“ war, sahen andere die Zeremonie für den „King of Pop“ als feierlichstes Ereignis in der Geschichte des Showbusiness.

So waren sich die Zeitungen aus Großbritannien durchgehend einig. „The Sun“ schrieb: „Das war kein Gedenken an eine Pop-Ikone oder den größten Entertainer der Welt. Es war eine Erinnerung daran, warum Michael Jackson ein unglücklicher, einsamer Mann wurde, der ein vollkommen bizarres Leben führte. Es war ein makaberer Zirkus.“ Auch die „Guardian“ sah Trauerfeier bizarre Show: „Seit er ein Kind war, führte Michael Jackson für seine Familie und Fans brav seine Pflichten auf der Bühne aus. Gestern haben sie ihn einmal mehr zu einer Show gezwungen.“ Auch „The Times“ titelte in die Richtung: „Wie sein Leben, war das Gedenken skurril, bewegend und surreal.“

In Spanien waren sich die Medien ebenso einig, wie in Großbritannien, nur geht es hier in die andere Richtung. So schrieb die „El País“: „Die Show muss weitergehen. Und so wurde die Trauerfeier für Michael Jackson in Los Angeles zur letzten Tournee des Superstars. Der Abschied vom King of Pop war eine der bisher größten und feierlichsten Ereignisse des Showbusiness.“ Die „El Mundo“: „Es war ein Megakonzert mit Leichnam. Michael Jackson wurde mit der extravagantesten Trauerfeier der Geschichte verabschiedet.“

In Italien hört es sich ein wenig neutraler an. „La Stampa“ schreib zum Beispiel: „Eine seltsame Trauerfeier ist die für Michael Jackson gewesen: Alle hatten eine Flut von Tränen erwartet wie für Lady D. Stattdessen war es eine Zeremonie mit wenigen Taschentüchern, voller Freude und Sehnsucht. „So hätte er es gewollt. Wir sind nicht hier, um seinen Tod zu betrauern, sondern um sein Leben zu feiern“, bringt es ein Fan auf den Punkt.“

Der Schweizer „Tages-Anzeiger“ bringt es aber auf den Punkt: „Die Tatsache, dass Jacksons Alben und Songs seit Freitag vorletzter Woche weltweit die Hitparaden besetzen, spricht dafür, dass die Musik, diese Trägerin von Ideen, Emotionen und Erinnerungen, eine enorm starke Kraft ist – stärker noch als die des Image, von dem wir oft meinen, es sei in der medialisierten Welt die stärkste Kraft überhaupt. Übrigens: Die Leute bezahlen derzeit für Jackos Musik. So ist das nach dem Tod: nichts Schlechtes sagen, nichts Schlechtes tun.“

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *