Frankreich: Schießübungen lösen Großbrand aus

Durch Schießübungen der französische Armee ausgelöst, wüteten am Mittwoch rund um Marseille einer der größten Flächenbrände, die Frankreich seit Jahren erlebt hat. Die Armee übernahm die Verantwortung und die Militärstaatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Schon am Donnerstagmorgen wurde der verantwortliche Offizier mit sofortiger Wirkung von all seinen Aufgaben entbunden, erklärte die Armee.

Trotz eines Verbots von Leuchtspurmunition in den Monaten Mai bis November, hatten insgesamt sieben Fremdenlegionäre am Mittwochmorgen auf einem Militärübungsplatz bei Schießübungen diese Munition verschossen. Schon gegen Mittag wurden die ersten Brände entdeckt, die sich schnell in Richtung Außenbezirke von Marseille ausgebreitet hatten.

Der Brand bedrohte zeitweise 1000 Häuser, wovon dutzende nur knapp gerettet werden konnten, erklärte Marseilles Bürgermeister Jean-Claude Gaudin. Etwa 1300 Hektar Busch- und Waldgebiet sind dem Flammen zum Opfer gefallen. Rund 480 Feuerwehrleute mit etwa 100 Fahrzeugen, mehrere Löschflugzeuge sowie Hubschrauber waren im Einsatz. Glücklicherweise erlitt nur ein Feuerwehrmann leichte Verbrennungen, wegen Atembeschwerden mussten mehrere Menschen behandelt werden. Am Donnerstagabend gab es noch vereinzelnde Brände, die aber unter Kontrolle waren.

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