Hells Angels/Bandidos: Verbot von Rockergruppen gefordert

Nach den jüngsten Vorfällen vom vergangenen Wochenende zwischen den beiden Rockergruppen Bandidos und Hells Angels in Deutschland hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ein Verbot der Rockergruppen gefordert.

So sagte Wilfried Albishausen, stellvertretender Bundesvorsitzende des BDK, dass es sich bei den Ereignissen in Duisburg, Solingen und Essen ganz klar um Auseinandersetzungen innerhalb von Gruppierungen der organisierten Kriminalität handelt, „die mit höchster Gewaltbereitschaft vorgehen.“

So kam es am vergangenen Samstag (31.10.2009) im Duisburger Rotlichtviertel zu einer Massenschlägerei zwischen den rivalisierende Rockergruppen. Dabei drangen Mitglieder des Motorradclubs Hells Angels in eine Kneipe ein, die als Treffpunkt des Motorradclubs Bandidos gilt. An der Schlägerei sollen insgesamt 60 Angehörige der Hells Angels sowie der Bandidos beteiligt gewesen sein. Die Polizei sperrte das Gebiet ab und trennte die Gruppierungen, Angaben über Verletzte machten die Beamten nicht.

Zudem warfen bisher unbekannte in der Nacht zum Sonntag eine Handgranate in das Clubheim der Hells Angles in Solingen. Wie die Polizei mitteilte, kam es dabei nicht zu einer Detonation. Auch sollen Polizeiangaben zufolge mehrere Schüsse auf das Clubheim der Angels abgegeben worden sein. Die Polizei räumte das Gebäude und Spezialisten sprengten die Handgranate kontrolliert außerhalb des Clubheims.

In solchen Fällen muss der Staat Farbe bekennen, selbst wenn man mit einem Verbot auch den einen oder anderen Mitläufer trifft„, so Wilfried Albishausen weiter.

Frank

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