General Motors wird Opel nun doch nicht verkaufen

Der US-Autokonzern General Motors (GM) will sich nach monatelangen Verhandlungen nun doch nicht vom deutschen Autobauer Opel trennen.

In einer Sitzung am gestrigen Dienstagabend (03.10.2009) in Detroit hat sich der Verwaltungsrat des US-Konzerns plötzlich gegen den schon als perfekt geltenden Verkauf an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna und die russische Sberbank entschieden. Grund für den Sinneswandel sei nach GM-Angaben, das seit einigen Monaten anhaltende „verbessernde Geschäftsumfeld„. Zudem seien die europäischen GM-Töchter Opel und Vauxhall unverzichtbar für die „globale Stategie“ des Konzerns.

Der US-Autobauer habe nach einer für alle Seiten optimalen Lösung gesucht und dies spiegelt sich in der gestern Abend „getroffenen Entscheidung wider„, teilte GM-Boss Fritz Henderson mit. Das die langanhaltenden Verhandlungen letztendlich zu keiner Lösung geführt habe, bedaure Henderson sehr. „Wir verstehen, dass die Komplexität und Dauer dieses Themas für alle Beteiligten anstrengend war.“

Unter anderem waren an den Verhandlungen zahlreiche Regierungen, Konzerne sowie die EU-Kommission beteiligt. General Motors wolle der Bundesregierung nun einen Restrukturierungsplan vorlegen. Laut Henderson seien die Kosten für eine Umsetzung der Pläne mit rund drei Milliarden Euro deutlich geringer als „alle Investoren-Angebote.“

In Berlin reagierte man bestürzt über die Kehrtwende des Konzerns. Nun erwarte man von General Motors die fristgerechte Rückzahlung der Brückenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro zum 30. November dieses Jahres.

Frank

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