Robert Enke tot – Selbstmord

Der Torwart von Hannover 96 und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Robert Enke ist tot.

Dies bestätigten vor wenigen Augenblicken 96-Präsident Martin Kind und die Polizei. Kind, der gerade erst von einer Sitzung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) kam, bezeichnete Enkes Tod gegenüber dem TV-Sender RTL, als „ganz furchtbar„. National-Coach Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff waren zutiefst bestürzt. „Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte„, so der Manager.

Wie Polizeisprecher Stefan Wittke der Nachrichtenagentur dts mitteilte, deuten erste Ermittlungen auf einen Selbstmord hin. Enke sei um wenige Minuten vor 18.30 Uhr in Neustadt am Rübenberge bei Hannover von einem Zug erfasst und dabei getötet worden. Alles deutet derzeit auf einen Suizid hin, hieß es.

Bei dem Zug soll es sich dts-Informationen zufolge um den Regionalexpress 4427 handeln. Dieser war auf dem Weg von Norddeich nach Hannover. Die Bahnstrecke wurde für mehrere Stunden gesperrt und die Züge umgeleitet. Direkt nach Eintreffen der ersten Rettungsteams wurde das Gebiet weiträumig abgesperrt.

Robert Enke hatte zuletzt wegen einer Bakterien-Infektion vier Länderspiele aussetzen müssen. Dennoch habe er von Löw signalisiert bekommen, dass er weiterhin ein Favorit auf die Nummer 1 im deutschen Tor sei.

Der gebürtige Thüringer Enke startete seine Fußballer-Karriere beim FC Carl Zeiss Jena. Zudem spielte er für Borussia Mönchengladbach, Benfica Lissabon (Portugal), FC Barcelona (Spanien). Noch am vergangenen Sonntag hatte Enke im Bundesliga-Spiel gegen den HSV im Tor gestanden. In der Nationalelf kam er auf acht Länderspiele und galt als aussichtsreicher Kandidat Stamm-Keeper bei der WM 2010 in Südafrika zu werden.

Robert Enke wurde nur 32 Jahre alt und hinterlässt seine Frau Teresa und eine acht Monate alte Tochter.

Frank

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