Otto Graf Lambsdorff im Alter von 82 Jahren gestorben

Otto Graf Lambsdorff ist tot. Wie sein Büro erklärte, starb der FDP-Ehrenvorsitzende und ehemalige Bundeswirtschaftsminister bereits am vergangenen Samstag (05.12.2009) überraschend in Bonn. Er wurde 82 Jahre alt. In einem kurzen Statement hieß es, dass er damit „von seinen vielfältigen Leiden erlöst worden“ sei.

Am 20. Dezember 1926 wurde Lambsdorff in Aachen geboren. Bereits ab dem Jahr 1951 war er FDP-Mitglied. In den Jahren 1968 bis 1978 war er Mitglied im geschäftsführenden FDP-Landesvorstand von Nordrhein-Westfalen, unter anderem als Schatzmeister. Dem FDP-Bundesvorstand gehörte er seit 1972 an und seit 1982 auch dem Präsidium der FDP. FDP-Bundesvorsitzender war er von 1988 bis 1993, direkt danach war er Ehrenvorsitzender der FDP. Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung war Lambsdorff von 1995 bis 2006. Von 1972 bis 1998 gehörte Lambsdorff dem Bundestag an. Von 1977 bis 1984 war er Bundesminister für Wirtschaft.

Auf Ersuchen der ermittelnden Bonner Staatsanwaltschaft hob der Bundestag im Zuge der Flick-Affäre am 2. Dezember 1983 die Immunität von Lambsdorff auf. Als die Anklage zugelassen wurde, trat Lambsdorff am 27. Juni 1984 zurück. Später erhielt Lambsdorff eine Geldstrafe.

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