Oberst soll nach Luftangriff Ermittlungen behindert haben

Einem Bericht des Magazins „Stern“ zufolge, soll der Oberst der Bundeswehr, der den Luftangriff nahe Kundus anordnete, die Untersuchungen vor Ort aktiv behindert haben.

So soll er nach dem Luftschlag angeordnet haben, Ermittler vom Regionalkommando aus Mazar-i-Sharif nicht mit den ersten deutschen Soldaten zum Ort des Geschehens zu lassen, da diese „vor Ort nicht erwünscht“ gewesen seien. Nachdem Leichen und Leichenteile von den Angehörigen schon längst beerdigt waren, gelangten die Ermittler erst zum Tatort. Dadurch fehlten natürlich Spuren, um die genaue Anzahl der getöteten Zivilisten zu klären, so das Magazin, welches sich dabei auf vertrauliche Unterlagen der Bundeswehr beruft.

Außerdem soll der Oberst untergebene im Lager angewiesen haben, nicht mit den Ermittlern zu kooperieren. Der am Luftangriff beteiligte Luftleit-Feldwebel verweigerte jegliche Zusammenarbeit und verwies darauf hin, dass es Informationen zum Sachverhalt „nur nach Freigabe“ durch den Oberst gebe.

Frank

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