Kopenhagen: Klimagipfel endet im Streit

Der Weltklimagipfel in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen ist im Streit zu Ende gegangen.

Zwar nahm das Plenum die Abschlussvereinbarung von 25 Staaten an, dennoch waren sie in der Bewertung unterschiedlicher Auffassungen. So sprach Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon von einem „bedeutenden Beginn„. Kanzlerin Angela Merkel sagte noch in der Nacht zum heutigen Samstag (19.12.2009), dass man zwar einen Schritt vorangekommen, dennoch habe sich Merkel aber „mehr Schritte“ gewünscht. Das Ganze habe aber ständig auf der Kippe gestanden.

Unmittelbar vor der Rückreise in die USA sagte Präsident Barack Obama, dass die verabschiedeten Abkommen „bedeutend„, aber lange nicht ausreichend seien. Scharfe Kritik verübten besonders der Inselstaat Tuvalu, der Sudan und mehrere lateinamerikanische Länder. Grund dafür, dass der Abschlusstext keine expliziten Vorgaben zur Reduzierung von Treibhausgasen enthält. Einzig wurde festgelegt, dass die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt werden solle, ohne jedoch verbindliche Vorgaben zu machen.

So warf die Vertreterin Venezuelas dem dänischen Präsidenten der Konferenz Lars Loekke Rasmussen vor, er beteilige sich unterstützend an einem „Staatsstreich“ gegen die Vereinten Nationen. Der Sprecher der Entwicklungsländer und sudanesische Chef-Unterhändler, verglich das Abkommen mit dem Holocaust.

Die umstrittene Absichtserklärung war von 25 Staaten ausgehandelt worden, darunter auch die USA, China und Deutschland. weiter wurde vertraglich festgehalten, dass sämtliche Länder bis 2010 ihre Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasen vorlegen sollen.

Frank

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