Springer-Boss warnt vor kostenloser „Tagesschau-App“

Im schon etwas länger andauernden Streit um eine kostenlose „Tagesschau“-Applikation für Apples I-Phone hat sich nun Mathias Döpfner, Vorstandschef des Axel-Springer-Konzerns, zu Wort gemeldet und vor den negativen Folgen für deutsche Verlage gewarnt.

So sagte der 46-Jährige dem Nachrichtenmagazin „Focus“, dass es, sollten sich die kostenpflichtigen Applikationen auf mobilen Geräten nicht durchsetzen, „Tausende Arbeitsplätze in der Verlagsbranche kosten“ wird. In der vergangenen Woche hatte der öffentlich-rechtliche Sender ARD eine kostenlose „Tagesschau“-App für Apples beliebtes Mobiltelefon angekündigt.

Seit Anfang Dezember dieses Jahres bieten Döpfners Zeitungen „Bild“ und „Welt“ als erste im Land eigene Apps gegen eine monatliche Gebühr an. Diese ständen in direkter Konkurrenz zur Gratis-„Tagesschau“ auf dem I-Phone.

Tobias Schmid, RTL’s Medienpolitik-Chef, sagte, dass die ARD „„ungehemmt mit Gebührenmitteln in einen kommerziellen Wettbewerb“ eingreife. Laut Rundfunkstaatsvertrag muss sich die ARD neue Internet- und Mobildienste in einem Drei-Stufen-Test genehmigen lassen. Dies gelte aber nicht für die „Tagesschau“-App. Dies behauptet der der zuständige Sender NDR.

NDR-Sprecher Martin Gartzke sagte dem „Focus“, dass es sich dabei um „kein neues oder geändertes Telemedienangebot im Sinne des Rundfunkstaatsvertrags“ handle.

Frank

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