Nach EC-Karten-Problemen: Banken drohen Millionenkosten

Nach den Zahlungsproblemen mit EC- und Kreditkarten, mit denen sich Millionen Bankkunden in ganz Deutschland herumplagten, stehen den Banken nun Kosten in Millionenhöhe ins Haus.

So forderte Ilse Aigner (CSU), Verbraucherschutzministerin, die Geldinstitute nun auf, „unverzüglich dafür zu sorgen, dass Kredit- und Bankkarten wieder einwandfrei funktionieren oder ausgetauscht werden.“ Zudem haben die Verantwortliche dafür Sorge zu tragen, dass die „Sicherheit und Funktionsfähigkeit von Bank- und Kreditkarten“ einwandfrei gewährleistet ist. Da die Bankkunden für den Service der Kartenzahlung zahlen, müssen die Banken, laut Aigner, rechtmäßig für die Behinderungen einstehen. Auch dürfen keine Gebühren für die Geldabhebung an Automaten erhoben werden.

Schon seit einigen Tagen kommt es bundesweit immer wieder zu Schwierigkeiten beim Bezahlen mit EC- und Kreditkarten. Davon besonders betroffen sind weit über 20 Millionen EC-Karten der Sparkassen, sowie 3,5 Millionen Kreditkarten und 2,5 Millionen Karten von Privatbanken. Gund für die Probleme ist ein Softwarefehler bei den Chips des französischen Herstellers Gemalto. Dabei scheint die entsprechende Software nicht die Jahreszahl 2010 verarbeiten. Der Hersteller gab an, dass man bereits mit Hochdruck und zusammen mit den betroffenen Banken an einer Fehlerbehebung arbeite, um so den Austausch der Karten zu umgehen.

Sollte es dennoch zu einem Umtausch kommen, drohe den Instituten vermutlich bis zu 25 Millionen Euro kosten. Chips anderer Hersteller seien davon nicht betroffen. Die Kunden können können allerdings nicht selbst erkennen, um welchen Hersteller es sich bei ihren Karten handelt

Frank

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