Haiti: Massenpanik durch Gerücht über Tsunami

In der vergangenen Nacht ist in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince Massenpanik ausgebrochen, denn Gerüchte machten die Runde, dass sich ein angeblicher Tsunami nähert.

Zu Fuß oder mit Autos seien Massen von Menschen in die höher gelegenen Regionen der Millionenstadt und den Vorort Pétion-Ville gedrängt, so Medienberichten zufolge. Eine Hotelmanagerin äußerte die Vermutung, dass das Tsunami-Gerücht gestreut worden sei, um Plünderungen zu erleichtern. Diese setzten schon kurz nach dem Beben ein, als viele Menschen Nahrungsmittel aus eingestürzten Häusern holten.

Zudem müssen sich die Haitianer auf teils erhebliche Nachbeben einstellen. Die Gefahr sei angesichts der Stärke des Hauptbebens in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten groß, so die Meinung eines Seismologe am Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ). Am Dienstag um 16.53 Uhr Ortszeit (22.53 Uhr MEZ) war der Karibikstaat von einem Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert worden.

Nach dem Beben herrschen in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince, die nur etwa 15 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt, chaotische Zustände. Die Infrastruktur ist komplett zusammengebrochen.Unterdessen haben im Katastrophengebiet die ersten internationalen Hilfsteams ihre Arbeit aufgenommen.

Ebenfalls sind die ersten Frachtflugzeuge mit Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten, Zelten und Spürhunden unterwegs. Es werden Zehntausende Tote befürchtet, obwohl genaue Opferzahlen noch nicht vorliegen.

Sandra

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