Heinsberg: Kindeswohlgefährdung für Neffen vom Sexualstraftäter

Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet, dass das Jugendamt der Stadt Heinsberg versucht hat, in der Auseinandersetzung über den Verbleib des Sexualstraftäters Karl D., den neunjährigen Sohn seines Bruders aus der Familie zu nehmen.

Nach der Haftentlassung im vergangenen März war Karl D. in dem Haus seines Bruders untergekommen. Der Eilantrag des Jugendamtes wurde auch damit Begründet, dass es zu täglichen Demonstrationen vor dem Haus kommt und dieser Trubel sei nicht gut für das Kindeswohl.

Die Demonstrationen wurden durch den Landrat des Kreises ausgelöst, der hatte die Identität des Vergewaltigers preisgegeben, um die Öffentlichkeit vor Karl D. zu schützen. Im September lehnte das Familiengericht Heinsberg es ab, das Kind aus der Familie zu nehmen. Für so einen Schritt gebe es keinerlei Gründe.

Offenbar lässt sich auch die zwangsweise Unterbringung von Karl D. in einer psychiatrischen Klinik nicht rechtfertigen. Das ergab ein Gutachten des Essener Gerichtssachverständigen Norbert Leygraf. Der brutale Vergewaltiger dreier Mädchen ist demnach nicht krank und eine Einweisung nicht möglich.

Sandra

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