Traunreut: Zwei Überlebende nach Absturz von Felsbrocken geborgen

Nach dem schweren Unglück im oberbayrischen Traunreut (Stein an der Traun) am gestrigen Montagabend (25.01.2010) haben Retter heute früh zwei Überlebende geborgen.

Nachdem gestern Abend ein tonnenschwerer Felsbrocken auf ein Wohnhaus stürzte und dabei vier Menschen verschütte, wurden nun die 40-jährige Mutter und der 16-jährige Sohn der vierköpfigen Familie schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Der Familienvater und die Tochter im Alter von 45 und 18 Jahren kamen bei dem verheerenden Unglück ums Leben.

Derzeit haben die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Im Laufe des heutigen Vormittags wird eine Gruppe Sachverständiger versuchen die Ursachen des Felsbrocken-Absturzes zu klären.

Gegen 20.00 Uhr am Montagabend hatte sich ein riesiger Felsblock aus der Bergwand gelöst und das Einfamilienhaus unter sich begraben. Dieses wurde dabei regelrecht zermahlen. Noch in der Nacht waren etwa 220 Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz vor Ort und hatten die Rettungs- und Bergungsarbeiten aufgenommen. Zunächst hatte man zwei benachbarte Wohnhäuser sind aus Sicherheitsgründen evakuiert.

Noch am Abend war Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an die Unglückstelle gekommen, um sich einen Überblick über die Katastrophe zu verschaffen. Wie Herrmann später mitteilte, handele es sich bei dem Unglück um ein „völlig unerwartetes“ Naturereignis, „mit dem überhaupt niemand rechnen konnte„. Zuvor hatten Gutachter allem Anschein nach stets versichert, dass von der Wand keine Gefahr ausgehe.

Frank

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