Tief „Miriam“ hält Deutschland in Atem

Das Tief „Miriam“ hat Deutschland derzeit fest im Griff und sorgt mit anhaltenden Schneefällen, Verwehungen und Glätte für Behinderungen im gesamten Land.

So unter anderem im saarländischen Bergen, wo bereits Dächer unter den Schneelasten eingestürzt sind. Dort brach ein Dach eines Einfamilienhauses unter den Lasten zusammen. In Hamburg stürzte eine Produktionshalle ein, ebenso zwei Lagerhallen im bayerischen Vilshofen und Amberg. In Guben (Brandenburg) brach das Dach eines Hauses ein. Glücklicherweise stand das Haus leer. Bei sämtlichen Unglücken gab es keine Personenschäden.

Anders jedoch in Attendorn im Saarland. Dort hatte ein Mann sein PKW neben einem Firmengebäude abgestellt. Als das Dach unter den Schneemassen nachgab und zusammenstürzte, wurde der 59-Jährige schwer verletzt.

Auch der Straßenverkehr hat mit den Folgen vom Tief „Miriam“ zu Kämpfen. So kam in Niedersachsen ein Mann ums Leben, als er die Kontrolle über sein Auto verlor und mit einem LKW zusammenstieß. In Dachau starb eine Fahrerin, nachdem ihr PKW von der Fahrbahn gerutscht und gegen einen Baum geprallt war.

Zudem geht in vielen deutschen Städten das Streusalz aus. Hamburg zum Beispiel will sein Streusalz künftig mit Sand strecken. In der Hauptstadt Berlin will man auf Split umsteigen. Bei Auktionen erreicht eine Tonne Salz inzwischen Preise von bis zu 300 Euro, normalerweise kostet die gleiche Menge etwa 80 Euro.

Weiterhin von der Außenwelt abgeschlossen ist die Ostseeinsel Hiddensee. Sie restlichen 70 Urlauber wurden mittlerweile ausgeflogen. Die von Hubschraubern eingerichtete Luftbrücke zur Versorgung der Anwohner und Touristen musste gestern wegen schlechter Wetterlage abgebrochen werden.

Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, werden die Temperaturen in den kommenden Tagen ansteigen. Dies jedoch bringe die Gefahr von Überschwemmungen und vergrößere zudem die Schneelast auf deutschen Dächern.

Frank

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